Neues aus Wald und Feld

12. Mai 2021
Liebe Dickschieder, liebe Jagdgenossen,
seit knapp über einem Monat sind wir nun als neue Jagdpächter mit unserem Team für das Revier Dickschied verantwortlich. Wir haben die ersten Wochen intensiv genutzt, das Revier kennenzulernen und die nötige Infrastruktur aufzubauen. Wir hatten auch viele nette Begegnungen mit Anwohnern und Jagdgenossen und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit. Bei einigen Arbeiten wurden wir gefragt, was wir machen und wie wir die Jagd zukünftig angehen werden. Wir wollen nun in Zukunft in regelmäßigen Abständen diesen Weg nutzen, um über unsere Aktivitäten aufzuklären und Euch zu informieren.


In den ersten Wochen haben wir uns vor allem um den Aufbau der notwendigen Jagdinfrastruktur, die Instandhaltung der bestehenden Reviereinrichtungen, sowie den Aufbau verschiedener neuer Zäune gekümmert:
• So haben wir einen geeigneten Platz für unsere Aufbrecheinrichtung und die Kühlkammer gefunden und diese dort installiert. Somit sind wir ab jetzt in der Lage erlegtes Wild ordnungsgemäß versorgen zu können.
• Wir haben verschiedene neue Hochsitze, mobile Kanzeln gestellt und marode Einrichtungen Instand gesetzt.
• Die bisherigen Wildzäune wurden, wo notwendig, repariert und neue Stromgeräte installiert. Am Friedhof haben wir einen neuen Zaun gestellt, der nachts das Wild abhalten soll. Bitte seid vorsichtig und haltet Abstand von den Zäunen, da der Zaun nachts unter Strom steht, um das Rotwild fernzuhalten.

 

Nachdem die Vorbereitungen jetzt abgeschlossen sind, werden wir den Rest des Monats vor allem dazu nutzen, um den Abschuss beim Rotwild voranzubringen. Unser Ziel ist es bis Ende Mai den Abschussplan für das bejagbare Rotwild zu erfüllen. Wir hatten bewusst etwas länger gewartet, damit sich die großen Rudel in kleinere Verbände auflösen können. Ab jetzt sondern sich die nachwuchstragenden Muttertiere ab, um über die nächsten Wochen ihre Kälber zu setzen.
Ansonsten ist momentan im Revier vor allem schon viel Nachwuchs da bzw. kommt im Laufe dieses Monates dazu. Muffellämmer sind schon zu sehen, das Rotwild und Rehwild setzen jetzt ihre Kälber und Kitze, viele Vogelarten brüten momentan ihre Gehege aus und junge Feldhasen sind unterwegs. Insofern bitten wir alle Hundebesitzer über die nächsten Wochen ihre Vierbeiner bei den Spaziergängen an der Leine bzw. nur auf den Wegen zu führen.

 

Wir planen in den nächsten Wochen mehrere Gruppenansitzjagden, bei denen aber keine besonderen Einschränkungen für den normalen Spaziergänger zu erwarten sind. Sollte in Zukunft Interesse an Wildbret sein, dann meldet Euch bitte bei Mario Brasch (Tel: 0170-580 6788).
Des Weiteren sind wir (bzw. unser Jagdleiter Arnim Roggendorf (Tel: 0177-240 7300)) bei Rückfragen, sonstigen Anregungen oder Problemen jederzeit ansprechbar.

 

Über Neuigkeiten werden wir in Zukunft auch an dieser Stelle informieren.
Weidmannsheil,

 

Eure Dickschieder Jäger


Marc Zügel / Raimund Herden & Team

Unsere Hauptjagd- & Schonzeiten:

           Tierart                                                           Jagdzeit

Rotwild:  Schmaltier, Schmalspießer

01.05.-31.05.

 
                 Hirsche, Alttiere und Kälber 01.08.-31.01.  
Rehwild: Schmalrehe, Böcke    

01.05.-31.01.

 

                   Ricken, Kitze                                        01.09.-31.01.

  Muffelwild                                                             01.08.-31.01.

 Schwarzwild                                                          ganzjährig

 

Neue Jagdpächter ab 1. 4. 2021

Marc Zügel, Bad Homburg und Raimund Herden, Königstein

 

Ansprechpartner:

Jagdaufseher Arnim Roggendorf

Tel. 0177-2407300.

 

Unterstützung durch die Jäger:

 

Mario Brasch, Dickschied,

Tel. 0170-5806788 und

 

Sascha Groß, Nauroth,

Tel. 0175-5348026

 

 

Die Jagdgenossenschaft ist ein Zusammenschluss von Bürgern und der Gemeinde, die in der Gemarkung bejagbaren Grundbesitz haben.

Die Jagdgenossenschaft Dickschied verwaltet die Gemarkungsgröße von 581ha, davon bejagbare Fläche 556ha, die sich aus 262ha Wald und 294ha Feld zusammensetzt.

Die Jagdgenossenschaft wird durch einen fünfköpfigen Vorstand geführt.

Zurzeit sind es etwas über 120 Jagdgenossen.

Der größte Jagdgenosse ist die Gemeinde Heidenrod. Von der erzielten Pacht erhält die Gemeinde einen bestimmten Betrag als Waldwildschadenpauschale.

 

Bei der jährlichen Hauptversammlung wird über die Verwendung der Pacht abgestimmt. Die ca. 30 Jagdgenossen stellen in fast allen Versammlungen den Antrag auf Auszahlung. Die nicht ausgezahlten Pachtanteile werden angespart, um Gemeinschaftseinrichtungen zu bezuschussen oder herzustellen.

Hier ein paar Beispiele, was von der Jagdgenossenschaft aus Jagdpacht-überschüssen und Spenden finanziert wurde: Beschallungsanlage und neue Bestuhlung für die Wisperhalle, Wegebaumaßnahmen rund um den Atzmann, Fahne Heidenrod, zwei Fahnen Dickschied und zwei Fahnenmasten, zwei Baustromverteiler, Thermoskannen für das Dorfgemeinschaftshaus, Zuschuss für die Glocke u.v.m. Insgesamt wurden seit 1973 fast 100.000 € für derartige Maßnahmen ausgegeben.