Neues aus Wald und Feld

4. August 2021

 

Liebe Dickschieder, liebe Jagdgenossen,


Mitte Mai hatten wir an dieser Stelle über unsere Aktivitäten und die geplante Jagdstrategie informiert. Über den breiten Zuspruch haben wir uns sehr gefreut, ebenso über die zahlreichen sehr angenehmen persönlichen Begegnungen in Dickschied und Umgebung. Vielen Dank für die freundliche Aufnahme!

 

Es freut uns zu berichten, dass die Jagdsaison sehr gut angelaufen ist. Nachdem wir anfangs bewusst mehr Zeit investiert hatten das Revier und die Bewegungsmuster des Wildes zu verstehen, konnten wir im Mai sehr erfolgreich mit der Bejagung des Rotwildes beginnen. So gelang es, bis zum Beginn der Schonzeit am 1. Juni, den anteiligen Abschussplan beim Rotwild deutlich überzuerfüllen. Zusammen mit dem seit diesem Jahr ausgegliederten Eigenjagdbezirk Geroldstein, wurde somit eine sehr solide Grundlage für die weitere, angestrebte Reduktion des Rotwildbestands gelegt.

 

Neben der Bejagung haben wir uns auch um die Hege und Pflege gekümmert. Erwähnenswert ist hier unter anderem eine koordinierte Rettungsaktion der im zu mähenden Gras ruhenden Kitze, unter anderem unter Einsatz einer Wärmebild-Drohne. Generell würden wir uns in Zukunft freuen, wenn wir im Vorfeld von Mäharbeiten kurz informiert würden. Dies würde erlauben, dass wir uns noch intensiver um den Tier- bzw. Kitzschutz kümmern können. Erwähnenswert ist auch die tolle Zusammenarbeit mit den Anwohnern beim Wildschutz, auch durch die allgemein rücksichtsvolle Führung der Hunde. Es wäre erfreulich, wenn dieser umsichtige Umgang mit dem Wild weitergelebt werden würde - insbesondere auch während der bevorstehenden, sensiblen Brunftzeit. Herzlichen Dank dafür!

 

Weniger erfreulich war das Auffinden einer erlegten Ricke, die von einem Unbekannten einfach am Straßenrand am Atzmann zurückgelassen wurde. Nachdem die Ricke sichtlich frischen Nachwuchs gehabt haben muss, und sie in der Schonzeit erlegt wurde, haben wir diesen Vorfall zur Anzeige gebracht. Über Hinweise oder Beobachtungen hierzu oder auch in der Zukunft sind wir immer dankbar.

 

Im Juni und Juli war Schonzeit. Wir haben diese Zeit aber genutzt, um zusätzliche Investitionen in weitere Verbissschutzmaßnahmen zu tätigen. Trotz dieser Maßnahmen gibt es weiterhin zahlreiche Wildschäden, die leider erst mit weiterer Bestandsreduktion spürbar abnehmen werden.
Ab Anfang August beginnt nun wieder die Hauptjagdzeit für das Rotwild.
In den ersten Wochen werden wir uns verstärkt auf die weitere Reduktion
der Nachwuchsträger, das heißt Alttiere (weibliches Rotwild) und deren
Kälber konzentrieren. Mit Beginn der Brunft, ca. ab Ende August, werden
wir dann wieder störungsärmer und selektiver jagen, um die Brunft nicht
zu viel zu stören. So hoffen wir, noch weiteren Fortschritt im Abschussplan
zu machen, bevor im Oktober dann nochmals ein größeres Jagdintervall
beginnt.

 

Nochmals herzlichen Dank für den tollen Zuspruch und die freundliche
Aufnahme. Wir freuen uns, bald wieder an dieser Stelle - oder gerne auch
jederzeit persönlich - über unsere Aktivitäten zu informieren.

 

Eure Dickschieder Jäger

Marc Zügel/Raimund Herden & Team

 

Ansprechpartner:

Sascha Groß, Nauroth                                    Tel. 0175-5348026

Unsere Hauptjagd- & Schonzeiten:

           Tierart                                                           Jagdzeit

Rotwild:  Schmaltier, Schmalspießer

01.05.-31.05.

 
                 Hirsche, Alttiere und Kälber 01.08.-31.01.  
Rehwild: Schmalrehe, Böcke    

01.05.-31.01.

 

                   Ricken, Kitze                                        01.09.-31.01.

  Muffelwild                                                             01.08.-31.01.

 Schwarzwild                                                          ganzjährig

 

12. Mai 2021
Liebe Dickschieder, liebe Jagdgenossen,
seit knapp über einem Monat sind wir nun als neue Jagdpächter mit unserem Team für das Revier Dickschied verantwortlich. Wir haben die ersten Wochen intensiv genutzt, das Revier kennenzulernen und die nötige Infrastruktur aufzubauen. Wir hatten auch viele nette Begegnungen mit Anwohnern und Jagdgenossen und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit. Bei einigen Arbeiten wurden wir gefragt, was wir machen und wie wir die Jagd zukünftig angehen werden. Wir wollen nun in Zukunft in regelmäßigen Abständen diesen Weg nutzen, um über unsere Aktivitäten aufzuklären und Euch zu informieren.


In den ersten Wochen haben wir uns vor allem um den Aufbau der notwendigen Jagdinfrastruktur, die Instandhaltung der bestehenden Reviereinrichtungen, sowie den Aufbau verschiedener neuer Zäune gekümmert:
• So haben wir einen geeigneten Platz für unsere Aufbrecheinrichtung und die Kühlkammer gefunden und diese dort installiert. Somit sind wir ab jetzt in der Lage erlegtes Wild ordnungsgemäß versorgen zu können.
• Wir haben verschiedene neue Hochsitze, mobile Kanzeln gestellt und marode Einrichtungen Instand gesetzt.
• Die bisherigen Wildzäune wurden, wo notwendig, repariert und neue Stromgeräte installiert. Am Friedhof haben wir einen neuen Zaun gestellt, der nachts das Wild abhalten soll. Bitte seid vorsichtig und haltet Abstand von den Zäunen, da der Zaun nachts unter Strom steht, um das Rotwild fernzuhalten.

 

Nachdem die Vorbereitungen jetzt abgeschlossen sind, werden wir den Rest des Monats vor allem dazu nutzen, um den Abschuss beim Rotwild voranzubringen. Unser Ziel ist es bis Ende Mai den Abschussplan für das bejagbare Rotwild zu erfüllen. Wir hatten bewusst etwas länger gewartet, damit sich die großen Rudel in kleinere Verbände auflösen können. Ab jetzt sondern sich die nachwuchstragenden Muttertiere ab, um über die nächsten Wochen ihre Kälber zu setzen.
Ansonsten ist momentan im Revier vor allem schon viel Nachwuchs da bzw. kommt im Laufe dieses Monates dazu. Muffellämmer sind schon zu sehen, das Rotwild und Rehwild setzen jetzt ihre Kälber und Kitze, viele Vogelarten brüten momentan ihre Gehege aus und junge Feldhasen sind unterwegs. Insofern bitten wir alle Hundebesitzer über die nächsten Wochen ihre Vierbeiner bei den Spaziergängen an der Leine bzw. nur auf den Wegen zu führen.

 

Wir planen in den nächsten Wochen mehrere Gruppenansitzjagden, bei denen aber keine besonderen Einschränkungen für den normalen Spaziergänger zu erwarten sind. Sollte in Zukunft Interesse an Wildbret sein, dann meldet Euch bitte bei Mario Brasch (Tel: 0170-580 6788).
Des Weiteren sind wir (bzw. unser Jagdleiter Arnim Roggendorf (Tel: 0177-240 7300)) bei Rückfragen, sonstigen Anregungen oder Problemen jederzeit ansprechbar.

 

Über Neuigkeiten werden wir in Zukunft auch an dieser Stelle informieren.
Weidmannsheil,

 

Eure Dickschieder Jäger


Marc Zügel / Raimund Herden & Team

Neue Jagdpächter ab 1. 4. 2021

Marc Zügel, Bad Homburg und Raimund Herden, Königstein

 

Ansprechpartner:

Jagdaufseher Arnim Roggendorf

Tel. 0177-2407300.

 

Unterstützung durch:

Sascha Groß, Nauroth,

Tel. 0175-5348026

 

 

Die Jagdgenossenschaft ist ein Zusammenschluss von Bürgern und der Gemeinde, die in der Gemarkung bejagbaren Grundbesitz haben.

Die Jagdgenossenschaft Dickschied verwaltet die Gemarkungsgröße von 581ha, davon bejagbare Fläche 556ha, die sich aus 262ha Wald und 294ha Feld zusammensetzt.

Die Jagdgenossenschaft wird durch einen fünfköpfigen Vorstand geführt.

Zurzeit sind es etwas über 120 Jagdgenossen.

Der größte Jagdgenosse ist die Gemeinde Heidenrod. Von der erzielten Pacht erhält die Gemeinde einen bestimmten Betrag als Waldwildschadenpauschale.

 

Bei der jährlichen Hauptversammlung wird über die Verwendung der Pacht abgestimmt. Die ca. 30 Jagdgenossen stellen in fast allen Versammlungen den Antrag auf Auszahlung. Die nicht ausgezahlten Pachtanteile werden angespart, um Gemeinschaftseinrichtungen zu bezuschussen oder herzustellen.

Hier ein paar Beispiele, was von der Jagdgenossenschaft aus Jagdpacht-überschüssen und Spenden finanziert wurde: Beschallungsanlage und neue Bestuhlung für die Wisperhalle, Wegebaumaßnahmen rund um den Atzmann, Fahne Heidenrod, zwei Fahnen Dickschied und zwei Fahnenmasten, zwei Baustromverteiler, Thermoskannen für das Dorfgemeinschaftshaus, Zuschuss für die Glocke u.v.m. Insgesamt wurden seit 1973 fast 100.000 € für derartige Maßnahmen ausgegeben.