Riesenstimmung auf den Fastnachtveranstaltungen in der ausverkauften und voll besetzten Wisperhalle in Dickschied

Die diesjährige Fastnachtveranstaltung in Dickschied verlief ganz ohne Motto. Die „Bühnenbildner“ Stefanie und Jens Klein haben in der Vergangenheit sehr viele, schöne Motivbildnisse angefertigt und das Fastnachtskomitee wollte ihre Arbeit durch eine erneute Darstellung – ohne ein spezielles Motto - würdigen.

 

Bevor es um 20:11 Uhr „ernst“ wurde, brachten Hannelore und Edmund Reichert als Hausmeisterehepaar das Publikum in Stimmung. Nahtlos eröffnete Moderator Alex Helmer die Veranstaltung und führte souverän durch das Programm.

Der erste Programmpunkt war ein Gardetanz der „Garde Sonnenberg“, dem sich Wolfgang Stahl-Weder als Engel verkleidet in einer Büttenrede anschloss. „Wie wird ein Mensch zum Engel“ und „welchen Unterschied gibt es zwischen einem Engel von vor hunderten von Jahren und heute“?

 

Das Männerballett aus Bärstadt begann als „männliche Putzteufel“ mit Arbeitsanzug, Besen und Wassereimer und endete als „Womanizer“  mit einer Borat-Badehose. Da kamen einige Gäste bestimmt ganz schön ins Schwitzen. Das krasse Gegenstück war Axel Zorn. Als Mönch verkleidet, berichtete er über das Klosterleben und Familientradition im Kloster; über Macht- und Genussmönche; Austausch von Mönchen zwischen den Klöstern und von deren berühmten Kochkünsten.

 

Lokales Geschehen wurde von dem Gemeindebumbes Klaus Reichel vorgetragen. Natürlich kamen die Windräder zwischen Springen und Dickschied zur Sprache, bei denen die Dickschieder Feuerwehr mit ihrer Absturzsicherung vor große Herausforderungen gestellt wird. In Dickschied könnte ein Boulesport-Leistungszentrum entstehen und Geroldstein könnte mit einer Seilbahn angebunden werden.

Im Anschluss sorgte das Quartett „Querbeet“ mit musikali- schen Einlagen für Stimmung und Schunkelbewegungen.

 

Der Dickschieder Wehrführer Markus Tönges ließ es sich nicht nehmen, als Feuerwehrkommandant aufzutreten. Eingerahmt in dem Refrain „tatütata die Feuerwehr ist da, tatütata“ berichtete er über Feuerwehrkuriositäten. Es gibt Feuerwehrleute, die die Entstehung eines Brandes am Geruch erkennen können.

 

Das Programm vor der Pause wurde von der Showtanzgruppe „Springer Hüpfer“ aus Springen abgerundet, die das Leben einer Eintagsfliege tänzerisch darstellten.

Die Showtanzgruppe „The Daylights“ aus Heimbach nahm sich die Vier Jahreszeiten vor. Innerhalb von wenigen Sekunden sich mehrmals umzuziehen – da ist Schnelligkeit gefragt.

 

Die „Weihnachtsgeschichte“ zur Fastnacht? Durch eine Parodie von Torsten Gschweng, Maik Bieski, André Brütting, Markus Tönges, Eberhard Schneider und Steffen Müller ist in Dickschied so etwas möglich. Auch Bürgermeister Volker Diefenbach als „Statthalter von Heidenrod“ wurde einbezogen. Im Mittelpunkt stand natürlich die Frage: Wer war Vater von Jesus und wo kam der Wein her? Gab es vor 2017 Jahren schon „Productplacement“ und was ist das köstlichste Getränk? Das ist selbstverständlich ein Flasche Heidenroder Leitungswasser.

 

Die Showtanzgruppe „Jamenias“ aus Kemel begann mit einem feuerspeienden Vulkan und führte das Publikum in die Urzeiten der Dinosaurier zurück. Tänzerisch wurde auch an das Umweltbewusstsein der Gäste appelliert.

Marko Besier als Arbeitssuchender. Dazu gehört entsprechende Kleidung für das Vorstellungsgespräch und  mentale Vorbereitung. Einen Anzug hat er sich zum ersten Mal gekauft und den Übergang vom Studentenleben in das Arbeitsleben muss er psychisch noch verkraften.

 

Nauroth´s Showtanzgruppe „Kantarissma“ befasste sich mit mexikanischer Tradition. Sugar Skulls sind Naschwerk und Dekoration für die lateinamerikanische Feierlichkeit zu Ehren der Verstorbenen.

 

Traditionell bildeten die „Atzmann Tornados“ aus Dickschied den Schluss und Höhepunkt der Veranstaltung. Ihr Motto in dieser Kampagne lautet „Bella Italia“. 25 Tänzer wirbelten in atemberaubendem Tempo nach italienischer Musik über die Bühne, rissen das Publikum von den Sitzen und erhielten „Standing Ovation“. Was die „Mainzer Hofsänger“ für Mainz, sind die „Atzmann Tornados“ für Dickschied.

 

Am Sonntag wurde die Fastnacht mit dem Kinderprogramm fortgesetzt. Auch hier war die Wisperhalle voll belegt und die Helferinnen und Helfer hatten alle Hände voll zu tun, um die Gäste mit Essen und Getränken zu versorgen. Neben Kinderspielen gab es einen Showtanz und einen weiteren Auftritt der „Atzmann Tornados“.

 

Die Freiwillige Feuerwehr Dickschied und der Gymnastikclub Dickschied bedanken sich bei allen Gästen für ihr Kommen und vielen Dank auch an alle Helferinnen, Helfer und Akteure für ihren Einsatz.